Fischkutter

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Forderungen zur nachhaltigen Fischerei

„Namhafte Wissenschaftler schätzen, dass wir den Fischereiertrag aus dem Meer für drei bis fünf Jahre um mehr als die Hälfte reduzieren müssen, damit sich die Fischbestände wieder erholen können. Dies bedingt, dass wir vorerst nicht zu häufig Fisch verzehren sollten (nur 1 bis 2 Mal im Monat). Falls danach nur noch nachhaltig gefischt wird, würden sich die Fischbestände rasch erholen und der Fangertrag könnte wieder gleich hoch oder gar höher sein als heute. Wenn gleichzeitig Fischmehl und Fischöl nicht zur Fütterung von Fischen (Aquakultur), Hühnern und Schweinen verwendet würden, sondern nur zur Herstellung von Fischprodukten für den menschlichen Verzehr, könnten wir dann wieder so viel Fisch essen wie heute.“

Die Problematik, dass die Fischbestände weltweit abnehmen und dass es gerade die kleinen Küstenfischer sind, die darunter leiden müssen, da nicht mehr genügend Fische die Küstennähe erreichen, hat uns bewogen hier aktiv zu werden.

Wir fordern:

  • Verbindliche internationale Regelungen auch für internationale Gewässer
  • Anlandegebot für den gesamten Fang - keine Discards (keine Beifangvernichtung auf hoher See)
  • Schaffung ausreichend großer Areale als Schutzgebiete zum Laichen – MPAs (marine protected areas)
  • Verbot des Abfischens der Randgebiete dieser Schutzgebiete
  • Stopp der illegalen Piratenfischerei (IUU) und des Handels mit Ware unklarer Herkunft
  • Strengere Einhaltung der wissenschaftlichen Fangmengenempfehlungen
  • Quotenvergabe unter besonderer Berücksichtigung der Küstenfischerei
  • Einführung eines einheitlichen europäischen Logos für Fisch mit Mindeststandards für Nachhaltigkeit

Warum Wildfisch?

Wildfisch lebt artgerecht!

Fische, die auf offener See in Freiheit aufwachsen, ihren Bewegungsdrang nachgehen und sich artgemäß aus dem natürlichen Nahrungsangebot der Meere ernähren können, leben artgerecht.

Bei „Bio-Fisch“ aus ökologischer Aquakultur ist es den Tieren nicht möglich , ihr arteigenes Verhalten, wie Beutefang, Wandern, Revierverhalten und Fortpflanzung auszuleben. Die Fische werden zu regelrechten Fressmaschinen.

Für Wild Ocean Produkte wird ausschließlich Fisch aus nachhaltigen Wildfang verwendet.

Eine intakte Umwelt durch nachhaltige Küstenfischerei!

Die nachhaltige Küstenfischerei in saubersten Gewässern mit ihren tradionellen Fangmethoden, ergänzt durch ein nachhaltiges staatlich  kontrolliertes Fischereimanagement  gewährt ein aktives und lebendiges Ökosystem.

Aquakultur bringt eine Menge grundsätzlicher ökologischer Probleme mit sich. Bekannt sind zum Beispiel die negativen Folgen der Lachsproduktion, die großflächig vor der Atlantikküste stattfindet. Hier sind die Gewässer stark durch Fäkalien und überschüssiges Futter belastet. Ein weiters bekanntes Problem ist die genetische Vermischung von Zucht- und Wildbeständen durch entflohene Zuchtfische. Dies führt zur Schwächung von Wildbeständen und gefährdet ihr Überleben.

Wir fördern seit vielen Jahren die tradionelle Küstenfischerei und setzen uns ein für die Durchsetzung international gültiger Richtlinien für  ein nachhaltiges Fischereimanagement

1 kg „Bio-Fisch“ =  3 kg Wildfisch

Gerade das Futter ist generell ein ökologisches Problem in Aquakulturen. Lachse, Forellen, Plattfische und Raubfische brauchen in ihrem Futter einen hohen Anteil an Fischmehl. Dieses wird wiederum aus marinen Fischarten hergestellt, wobei bedrohte Arten betroffen sein können. Für die Produktion von einem Kilogramm Raubfisch in Aquakulturen wird beispielsweise die drei- bis vierfache Menge an Fisch aus Meeresfängen benötigt.

Vom ökologischen Standpunkt aus gesehen ist es da sinnvoller, den Meeresfisch direkt zu verzehren, anstatt ihn an Zuchtfische zu verfüttern.